16. Oktober 2019

Rekordmesse: Die EXPO REAL 2019

Das Gedränge auf der EXPO REAL war groß: Dafür sorgten 2.190 Aussteller, die sich den mehr als 46.000 Teilnehmern aus 76 Ländern präsentierten. Und damit für einen neuen Rekord sorgten. „Die EXPO REAL war 2019 größer und internationaler denn je“, berichtet Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Die Stimmung war nicht nur an den Ständen durchweg positiv – auch in den unterschiedlichen Foren und Panels gab sich die Branche optimistisch. In interessanten Diskussionen ging es unter anderem um Digitalisierung, Entwicklungen am Mietmarkt und den Flächenmangel, der wie in den letzten Jahren auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgt.

 

Interessanter Themenmix und spannende Diskussionen

Gemeinsam mit Prof. Dr. Alexander von Erdély von CBRE, Dr. Michael Held von TERRAGON und Axel Schulz von Real I.S. suchte BEOS-Vorstand Martin Czaja Antworten auf die Frage „Urbane Quartiere: Wie lassen sich Quartiersentwicklungen nachhaltig gestalten?“. Doch zunächst ging es darum, was ein Quartier denn tatsächlich ausmacht. Allein die Definition des Begriffs sorgte für eine rege Diskussion – denn sind reine Gewerbequartiere urbane Quartiere? Oder bedarf es dazu zwingend auch der Assetklasse Wohnen? Und inwiefern haben solche gemischten Quartiere eine Berechtigung, wurden doch früher Arbeit und Leben strikt getrennt? Erdély sieht Quartiersentwicklungen als „eine längst fällige Antwort der Immobilienwirtschaft auf die modernen Lebensweisen der Menschen“ – ein Punkt, in dem sich die Teilnehmer einig waren. Auf die Frage, wie man nach der erfolgreichen Entwicklung des Areals dafür Sorge trägt, dass sich ein lebendiges Quartier entwickelt, antwortete Czaja: „Asset Manager müssen zu Community Managern werden – sprich zu Gastgebern. Es liegt an uns, die Räume dafür zu schaffen, dass sich diese Community herausbilden kann.“ Das Quartier selbst muss zunächst organisch wachsen. Der Asset Manager kann nur als Impulsgeber dienen – dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt unter anderem das Kölner Carlswerk.

Moderiert vom freien Journalisten Christian Hunziker sprachen Axel Schulz (Real I.S.), Prof. Dr. Alexander von Erdély (CBRE), Martin Czaja (BEOS) und Dr. Michael Held (TERRAGON) zum Thema „Urbane Quartiere: Wie lassen sich Quartiersentwicklungen nachhaltig gestalten?“
©jheuser-eventfotograf.de

 

Die Immobilienbranche im War for Talents

Neben den Themen mit direktem Immobilienbezug stand auch die Mitarbeitergewinnung dieses Jahr verstärkt im Fokus der EXPO REAL. Ob Absolventen, Young Professionals oder alte Hasen: Die Branche erlebt einen harten Wettbewerb bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. BEOS setzt seit vielen Jahren verstärkt auf Universitäts-Marketing. „Um neue Mitarbeiter mit einem breiten Wissens- und Fähigkeitsspektrum zu finden, sind wir stark an allen Hochschulen vertreten, um auch bei den zukünftigen Absolventen präsent zu sein”, erläutert BEOS-Vorstandsmitglied Holger Matheis in dem von Harald Thomeczek, Redakteur bei der Immobilien Zeitung, moderierten Gespräch mit Sandra Scholz (Commerz Real), Markus Reinert (IC Immobilien Gruppe) und Mike Schrottke (CBRE). Ein weiteres wichtiges Thema im War for Talents: Wie können Unternehmen Mitarbeiter in einem stark ausgeprägten Bewerbermarkt halten? Laut Matheis „kommt (es) nicht nur auf das Gehalt an, sondern auf das Gesamtpaket.“ Scholz ergänzt in diesem Zusammenhang, wie wichtig „neue Arbeitszeitmodelle, Flexibilität bei der Arbeitszeit und beim Arbeitsort sind. Stichwort: Work-Life-Harmony statt Work-Life-Balance.“
Auch beim Career Day der EXPO REAL drehte sich alles um das Thema Recruiting: Dort präsentierten sich zahlreiche Unternehmen potenziellen Bewerbern. Gut besucht: der BEOS-Stand, an dem das Team Einblicke in den Bewerbungsprozess und Arbeitsalltag gab.

Wie groß das Interesse am Thema Mitarbeitergewinnung ist, zeigte der völlig überfüllte Raum beim HR-Panel
©jheuser-eventfotograf.de