11. August 2021

INERATEC: Der saubere Kraftstoff aus dem Karlspark Technologiezentrum

Wenn sich drei kreative Köpfe zusammentun, um nach dem folgenden Motto ein Unternehmen zu gründen, dann klingt das vielversprechend: „Lasst uns etwas Sinnvolles machen“, hieß es für Tim Böltken, Paolo Piermartini und Philipp Engelkamp, als sie 2016 Ineratec ins Leben gerufen haben. Mit ihrem Karlsruher Start-up will das Trio einen Beitrag leisten zum Umweltschutz sowie zur Energie- und Verkehrswende.

Das Geschäftsmodell von Ineratec: Das Unternehmen baut Reaktoren, die Müll- und Industriegase für die chemische Industrie nutzbar machen. Zudem wollen sie einen umweltfreundlichen Treibstoff produzieren.

„E-Fuel“ für den sauberen Antrieb

Bis zum Jahr 2022 will das Start-up die industrielle Produktion nahezu schadstofffreier, synthetischer Kraftstoffe aufnehmen. Dabei werden Wind- und Solarenergie genutzt, die in den Reaktoren mit dem Treibhausgas Kohlenstoffdioxid über das Zwischenprodukt Wasserstoff zum Kraftstoff verbunden werden. Dieses je nach Bedarf weiterverarbeitete „E-Fuel“ soll dann Autos, Flugzeuge oder Containerschiffe antreiben. Wie Benzin oder Kerosin, nur klimaneutral.

Copyright: INERATEC

Ineratec ist aber auch ein Industrieunternehmen – ein klassischer Maschinen- und Anlagenbauer, der seine Reaktoren im von BEOS gemanagten „Karlspark“ fertigt. Damit ist das Technologiezentrum und ehemalige Siemens-Areal im Westen von Karlsruhe seit dem 1. Juli 2017 um einen weiteren spannenden Mieter reicher.

Nach der Fertigung werden die Ineratec-Reaktoren in Container integriert und so an Kunden ausgeliefert. Das Unternehmen benötigt also eine Immobilie, in der schwere Lasten bewegt werden können, zudem muss Starkstromversorgung für das Verarbeitungszentrum gewährleistet sein. Extra für Ineratec wurden große Rolltore in die Halle eingebaut, ein neuer Fertigungsboden wurde Ende Juli verlegt.

Das Unternehmen wächst, die Fläche wächst mit

Entscheidend für die Anmietung im „Karlspark“ war für Ineratec allerdings der Parkgedanke dieses Gewerbegebietes. Das Start-up war am Anfang nicht gezwungen, sofort eine große Halle mit vielleicht 8.000 Quadratmetern zu bauen, sondern konnte erst einmal auch nur die benötigten 1.000 Quadratmeter in Anspruch nehmen.

Denn der „Karlspark“ ermöglicht, Flächen nach Bedarf und Stück dazu zu mieten – je nach Wachstumstempo eines Unternehmens. Ineratec hatte beim Einzug im Jahr 2017 lediglich 490 Quadratmeter angemietet. Und mit dem Wachstum des Unternehmens wuchs auch die Fläche mit, jährlich wurde erweitert bis auf heute rund 3.000 Quadratmeter, wovon 2.036 Quadratmeter auf die Produktion und 964 Quadratmeter auf Büros fallen. Hier ist alles unter einem Dach. Und die eigenen Mitarbeiter genießen im „Karlspark“ Annehmlichkeiten wie eine Kantine auf dem Campus und profitieren von der guten Anbindung an den Karlsruher ÖPNV.

Und noch einen Standortvorteil schätzt das junge Unternehmen am „Karlspark“: die Synergieeffekte durch die vielen anderen technologisch geprägten Mieter. Mit einigen Unternehmen kooperiert das Start-up bereits, etwa bei Zulieferung und Logistik. Diese Geschäftsverbindungen werden entspannt im nachbarschaftlichen Verhältnis gepflegt – für Ineratec-Mitgründer Philipp Engelkamp ein Pluspunkt des gemischt genutzten Gewerbequartiers.

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