14. Februar 2019

BEOS #Digital: Von ‚dummen‘ und ‚smarten‘ Gebäuden

Wann ist ein Gebäude ‚dumm' und wann ‚smart'? Mit dieser Frage startete der finale Themenblock des #DigiLunch bei BEOS - und sie wurde ausgiebig diskutiert. Vorausgegangen war ein Einblick in das Datenhandling bei Zalando. Das Unternehmen möchte mittels Sensorik die Flächennutzung innerhalb der Gebäude optimieren. Aber wie viele Daten sind sinnvoll, und ab welchem Punkt korrelieren Quantität und Qualität?

Dazu äußerte sich unter anderem Benjamin Aunkofer, Data Scientist und Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens DATANOMIQ. Er betonte mehrfach, dass eine "gesunde Datenbasis" hilfreich sei. Nicht empfehlenswert sei jedoch, "auf Teufel komm raus" Daten zu sammeln, ohne diese sinnvoll zu verwerten. Und was bedeutet das für die Immobilien? Ist es sinnvoll, diese mit Sensoren zu überladen? Nein - darin waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, zu denen auch die Architektin und BIM-Expertin Ajna Nickau gehörte. Sie sieht die Chancen der Digitalisierung vor allem in der Entwicklung und Dokumentation von Immobilien. So können anhand von realistischen Darstellungen Flächen flexibel neuen Anforderungen angepasst werden. Und das schon in der Planungsphase, während der (theoretisch) noch alle Möglichkeiten offen sind. Gleichzeitig können die Veränderungen der Flächen dokumentiert werden, sodass beispielsweise ein späterer Rückbau deutlich einfacher vonstattengehen kann. Außerdem ermöglicht der digitale Wandel - potenziell - nicht nur einfachere Genehmigungsprozesse durch die direkte und digitale Einreichung sämtlicher Anträge bei den zuständigen Ämtern und Behörden. Die digitale Erfassung sämtlicher Daten zur Dokumentation wäre zudem deutlich effizienter und platzsparender.

Das Fazit aller Beteiligten: Datenerfassung ist eine echte Hilfe, wenn es sich um qualitativ hochwertige Daten handelt. Ob nun das ‚dumme' Gebäude oder die ‚smarte' Immobilie die dafür besseren Rahmenbedingungen bietet, konnte nicht abschließend geklärt werden. Die Haltung von BEOS beleuchtet unser Weiter-denken-Impuls "Dumme Gebäude sind smarte Investments". Der Grund: Smarte Gebäudetechnologien altern schneller als die Gebäudesubstanz.

Wie viel Gebäudetechnik verbaut wird, entscheidet maßgeblich über die spätere Flächenflexibilität