18. März 2021

Update im Karlspark: Aus Tausenden Masken wurden bald Millionen

Die im Zuge der Corona-Pandemie gegründete Medical Protection Equipment GmbH (MEDPE) hatte im Mai 2020 den Zuschlag erhalten, schnellstmöglich und in beachtlichem Umfang FFP2-Schutzmasken zu produzieren. BEOS bot innerhalb kürzester Zeit dafür Flächen im „Karlspark Technologiezentrum“ in Karlsruhe an: Ab dem Zeitpunkt der Anfrage vergingen wenige Wochen, bevor die Firma auf rund 1.400 Quadratmetern die Produktion beginnen konnte. Es war die schnellste Vermietung in der bisherigen Geschichte von BEOS.

Doch was hat sich in den vergangenen Monaten getan und wie hat sich die Produktion entwickelt?

Aus Industriehalle wird hygienische Produktionsstätte

Mit der zweiten Corona-Welle Ende 2020 stieg auch die Nachfrage nach FFP2-Schutzmasken exponentiell. Daher ist MEDPE inzwischen auf rund 3.000 Quadratmeter gewachsen. Etwa 1,2 Millionen Schutzmasken wöchentlich werden dort von über 160 Mitarbeitern produziert – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Trotz des massiven Anstiegs der Produktion wird die Qualität der Masken jedoch nicht vernachlässigt – ganz im Gegenteil: Die Halle wird mehrmals täglich von einem externen Dienstleister gereinigt und verschiedene technische Maßnahmen sorgen für eine Produktion unter lokalen Reinraumbedingungen in den automatisierten Anlagen. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einer reinen Industriehalle eine hygienische Produktionsstätte geschaffen. Die im Karlspark hergestellten Schutzmasken gehörten zu den ersten ihrer Art, die eine CE-Zertifizierung von der DEKRA erhalten haben.

„Solch ein Mieter passt sehr gut in das Konzept von BEOS“, erklärt BEOS-Projektmanager Florian Pfisterer. „Mit unseren Flächen möchten wir gezielt Innovation und Nachhaltigkeit unterstützen. Im Karlspark wird das gleich durch mehrere Mieter bzw. Start-ups aktiv vorgelebt. Dazu gehören außer MEDPE beispielsweise auch Apic.ai, Ineratec oder Apium, die einen 3D-Drucker zur industriellen Nutzung von Hochleistungspolymeren entwickelt haben, mit dem sich unter anderem Knochenersatz drucken lässt. Aber auch die auf dem Areal befindliche Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die den Park mit Blütenwiesen ab Frühling zum Blühen bringt und ein großes Bienen- und Insektenhotel errichtet hat, bestätigt diesen Ansatz.“